Goldelses Kraniche
An    diesem    22.    Oktober-Nachmittag    verwunderte    sich    „Gold-Else‘s“    kleinere Schwester    auf    ihrem    Steinturm    in    Hakenberg    sehr:    wie    konnten    20    Teckel solche    Begeisterungslaute    von    sich    geben,    dass    ihre    Flügelspitzen    bebten? Sollten   etwa   die   Schweden   schon   wieder   …?   Nein!   –   18 Teckelfreunde   mit   ihren Hunden      waren      an      diesem      sonnigen      Nachmittag      aufgebrochen,      um Wildgeschmack     in     der     Luft,     farbiges     Buchen-     und     Eichenlaub     und     die Herbststimmung im Forst rund um den Hakenberg zu erleben. Die Hunde waren in     Hochstimmung     und     Georg     Kohnert     führte     gekonnt     in     die     Historie Brandenburgs   ein   an   dem   Ort   der   großen   Schlacht   zwischen   Brandenburgern und    Schweden    im    Jahre    1675.    Zum    Gedenken    daran    wurde    zunächst    die „kleine“   Else   errichtet   und   dann   fast   200   Jahre   später,   die   „große“   in   Berlin,   die heute     den     Mittelpunkt     des     „Großen     Sterns“     im     Tiergarten     bildet.     Die Erinnerungen   an   die   Schlacht   bei   Fehrbellin   und   der   Weg   durch   den   Wald weckten   die   Vorfreude   auf   die   Restauration,   die   uns   mit   Kaffee,   Haustorte   und Blasmusik     sehr     anheimelnd     bewirtete.     Kaum     waren     wir     aufgewärmt     im gemütlichen   Beieinander,   drängte   Georg   zum   Aufbruch   nach   Linum.   Gegen   17 Uhr   fanden   wir   uns   mit   gefühlt   zweihundert   anderen   Besuchern,   dreihundert Fotoapparaten     und     vierhundert     Ferngläsern     an     der     Einflugwiese     in     der sumpfigen    Landschaft    bei    Linum    versammelt.    Die    ersten    Formationen    der Kraniche   flogen   von   Westen   herein;   in   einer   großen   Schleife   über   den   Wiesen lösten   sie   den   Verband   auf   und   ließen   sich   elegant   am   Boden   nieder.   Es   sollen sich    etwa    70.000    Kraniche    in    diesen    zwei    Oktoberwochen    während    ihrer Flugrast   von   Skandinavien   auf   dem   Weg   nach   Spanien   hier   versammeln,   um auszuruhen,   sich   satt   zu   fressen   und   Kräfte   für   den   Weiterflug   zu   sammeln.   Je mehr   es   dämmerte,   umso   größer   wurden   die   pfeilförmigen   Formationen   der herankommenden   Vögel.   Fast   ohne   Flügelschlag   und   ohne   Geräusch,   jedoch mit   einem   kräftigen,   trompetenähnlichen   Laut,   näherten   sie   sich   an.   Manche dieser   Formationen   waren   so   stark,   dass   sich   der   blassblaue   Himmel   durch   die ausgebreiteten    Flügel    verdunkelte.    Schließlich    war    die    Dämmerung    so    weit fortgeschritten,   dass   die   Tiere   vom   Himmel   nicht   mehr   unterschieden   werden konnten.   Dann   brachen   auch   die   letzten   unserer   Mitglieder,   die   in   der   feuchten Kühle des Abends bis zur Dunkelheit ausgeharrt hatten, nach Hause auf.
Lieber Schorsch, danke Dir sehr für Deine kundige Führung und die wunderbare Einladung zu diesem unerhörten Naturerlebnis.
Fotos:
Bericht:
Gerhard Wilms
Georg Kohnert
Unser Treffpunkt in Hakenberg
…damals war‘s…
Hier kommen keine Kraniche, nein, das sind Jupp und Max Helle  
Wie schön! Elke und Pia sind auch da
Gruppenbild am Fuße der kleinen Gold-Else
und los geht’s – durch brandenburgischen Forst …
…entlang dem Kurfürstenpfad
So sehen vergnügte Teckelleute aus…
Was ist das denn?
Ach so, wir sind bekannt in ganz Brandenburg!
Ankunft der Kraniche
Georg Kohnert heißt der Fotokünstler