Unser Mitglied Helen Eichhorn, Frauchen von „Mütze“, einer entzückenden Rauhaarhündin, ist Stadt- und Museumsführerin. Lange schon hatten wir über eine gemeinsame Veranstaltung in Potsdam gesprochen, immer wieder fehlte es an einem passenden Termin. Aber nun war es soweit: am Samstag, 2. September, einem besonders schönen Spätsommertag, trafen wir uns am Johannitertor des Glienicker Parks. Zuerst das obligate Gruppenbild - dann ging es los – die Dackel voran mit Gebell! Ein Stückchen führte uns der Weg durch den Glienicker Park entlang dem Wannsee. Unter der Glienicker Brücke hindurch gelangten wir zum Jagdschloss Glienicke; es ging weiter bis zum Ortsteil Klein Glienicke. Dort sahen wir am Wegesrand die „Schweizer Häuser“ und „Wartmanns Eiscafe“, wohin schon erste Sehnsuchtsblicke wanderten - - - auf dem Rückweg kehrten wir hier ein. Über die Glienicker Lake führte uns die Parkbrücke in den Babelsberger Park. Bei jeder passenden Gelegenheit gab uns Helen und ihre fachkundigen Erläuterungen eine kleine Verweildauer zum Schauen; anfangs, als die Hunde noch lauthals „ihren Senf“ dazugaben, war das eine stimmliche Herausforderung; gegen Ende der fast zweistündigen Wanderung wurden die Hunde hörbar ruhiger; Helen konnte ihre Stimme schonen.
„Der Landschaftspark Babelsberg liegt malerisch am Havelufer und eröffnet den Besuchern spektakuläre Blicke u. a. auf die Glienicker Brücke und hinüber zum Schlosspark Glienicke. Entstanden ist die Anlage ab 1833 im Auftrag des Prinzen Wilhelm (später Kaiser Wilhelm I.) und seiner Gemahlin Augusta. Die Gestaltung des Parks ist gleich zwei bedeutenden romantischen Gartenkünstlern zu verdanken: Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Rund um das neogotische Schloss Babelsberg beleben reich geschmückte Gartenterrassen das Bild, es schließt sich der Pleasureground mit seinen Ziersträuchern, Blumengärten und Wasserspielen an. Auf den zahlreichen Fußwegen im Park öffnen sich immer neue Aussichten auf die Havellandschaft und die Silhouette der Stadt Potsdam. Ein künstliches Wassersystem versorgt die Parkvegetation sowie die künstlichen Seen, Wasserfälle und Bachläufe. Seit den 1960er Jahren wird der heute im Herzen des UNESCO-Welterbes gelegene Park als Gartendenkmal gepflegt. Nach dem Mauerfall konnte der durch Grenzanlagen schwer geschädigte nördliche Uferbereich wieder hergestellt werden. Schloss Babelsberg ist zwischenzeitlich saniert. Nach fast einem Jahrhundert sind die Wasserspiele des Fürsten Pückler im Park Babelsberg wieder erlebbar. Dafür wurden seit 2013 rund zehn Kilometer des originalen gusseisernen Leitungsnetzes saniert und zahlreiche Brunnen, Fontänen, Seen und Teiche, Bachläufe und Wasserfälle wieder hergestellt. Das von Pückler erdachte Zusammenspiel von Seen, Fontänen, Bachläufen und Wasserfällen bereichert das Parkbild in einmaliger Weise. "Wer mich kennen lernen will, muss meinen Garten kennen, denn mein Garten ist mein Herz". - Hermann Fürst von Pückler-Muskau – Im 20. Jahrhundert waren die Wasserspiele verschwunden – nun wurden sie Stück für Stück reaktiviert. Dort, wo sich jahrzehntelang eine überwachsene Senke befand, ist nun 200 Meter oberhalb des Schlosses das Schwarze Meer neu zu erleben. Durch die geschickte Reliefgestaltung ergeben sich reizvoll bewegte Uferlinien, die zusammen mit den bewusst positionierten Inseln dazu führen, dass das eigentlich kleine Gewässer von keinem der umlaufenden Wege vollständig überblickt werden kann und dadurch für den Betrachter die Illusion eines größeren Gewässers – eines Meeres – entsteht. Die Wasserfälle entlang der Havel mit ihren malerischen Felsen sind vom Uferweg aus zu sehen. Insgesamt drei Wasserfälle wurden im Verlauf des Projekts aufwendig aus den angewachsenen Bodenschichten freigelegt, zerstörte Steinsetzungen ergänzt; viele Bereiche konnten aber nach der Freilegung erhalten und durch Erneuerung der Fugen sowie Replatzierung loser Steine restauriert werden.“ u. a. aus „Wikipedia“ und aus Helen Eichhorns Vorträgen
Nach zweistündigem Rundgang durch den Park bei herrlichem Sonnenschein und einer prächtigen Wolkenbildung waren Menschen und Tiere erst einmal sehr zufrieden, als wir einkehrten, um uns an kalten oder warmen Getränken und einer kleinen Speise zu erfrischen. Es war ein ganz wunderbarer Ausflug und wir danken Helen Eichhorn aufs Herzlichste für ihren begeisternden Einsatz. Der Nachmittag war überaus gelungen – natürlich und kultürlich! Gern versammeln wir uns wieder einmal an einem anderen schönen Ort und laden Helen Eichhorn ein, uns so meisterlich „zu führen“. Bericht und Fotos: Petra Wilms
AUSFLUG IM BABELSBERGER PARK
Das ist „Mütze“, Helens geduldige Begleiterin
Zuerst ein Gruppenfoto
… und los geht‘ s …
am Wannsee entlang
die Glienicker Brücke
…und auf dem Weg unterhalb der legendären Brücke…
Blick auf das Schloß
ein Schweizer Haus
Blick von der Parkbrücke auf das Dampfmaschinenhaus
Helen mit grüner Weste und aufmerksamen Zuhörern
Helen erläutert die Parkanlage
auch die Dackel zeigen historisches Interesse
mit von der Partie waren unsere Allerjüngsten, zwei von Utes Welpen
weiter führt uns der Weg durch den Park …
… zur Quelle und dem Bachlauf … einem der Wasserfälle und über ein Brückchen
und immer wieder verschiedene Schlossblicke
am „Schwarzen Meer“ kann Helen leiser sprechen
leichte Ermüdungserscheinungen
der „Kollege“ wacht
die aktuell im Schloss stattfindende Ausstellung über den „grünen Fürsten“ und die Kaiserin
Ausklang des Tages im Biergarten
und noch eins