Diesen Spaziergang hatte Anita vorbereitet. Wie hieß es nochmal in der Einladung?  „Samstag: 14 Uhr - Spaziergang unter kundiger Führung von Anita Schulz in den Wäldern rund um das FORSTHAUS TEMPLIN; 1 ½ Stunden Rundweg, vorbei am Einsteinhaus in Caputh; anschließend Einkehr im Forsthaus zu Kaffee, Kuchen und mehr.“ Es fing damit an, dass das Forsthaus für uns nicht zu reservieren war, weil dort geheiratet wurde. Also hatten wir uns für das Fährhaus in Caputh entschieden. Pünktlich um 14 Uhr sah es dann so aus:
… es reichte nur für ein „Grüppchenfoto“! Vermutlich, weil die Wetterprognose für diesen Tag etwa so hieß: „Der Samstag, 13.05.2017, bringt teils Sonne, vor allem aber viele Wolken, Schauer und Gewitter teils mit Unwettergefahr.“ Doch nix von alledem. Stattdessen: vorher Regen - nachher Regen – doch wenn Gruppe Raben unterwegs ist, na … Sie wissen schon! Also es war ein herrlicher Gang in kleiner Runde, Zeit zum Klönen. Wir kamen, wie versprochen, vorbei am Einsteinhaus in Caputh, Sommerhaus, Zufluchtsort für den in Berlin-Schöneberg lebenden und arbeitenden Albert Einstein. Mit diesen Worten lud der Physiker seinen Sohn in die Sommerresidenz nach Caputh ein:
Sei ein gutes faules Tier, Streck alle Viere weit von Dir. Komm nach Caputh, pfeif auf die Welt, Und auf Papa, wenn Dirs gefällt Heute wird das 2005 wiedereröffnete Haus im Sinne Einsteins produktiv genutzt werden. Es dient als Veranstaltungsort z. B. für Workshops und Seminare, als auch als Treffpunkt für Nobelpreisträger und andere bedeutende Denker.
Wir also vorbei am Einsteinhaus wieder in den Wald hinein. Einige der braven Hunde durften frei laufen … auf einmal ein lautes „jiff – jiff“ und ab ging es munter einer sehr frischen Rehwildfährte hinterher. Aber wie gesagt, nur die braven durften jagen; dafür schrien die angeleinten um so lauter. Solch ein wildreicher herrlicher Wald, na, das war ein Fest für unsere Dackelnasen. Und, wie ebenfalls versprochen, kamen wir trockenen Fußes und gut gelüftet wieder zum Parkplatz, fuhren eine kleine Strecke und konnten im Fährhaus unsere Belohnung sogar unter den herrlichen, alten Kastanien einnehmen. Selber schuld, wer auf den Wetterbricht gehört hat.
Fotos/Text: P. Wilms
Samstag, 13. Mai 2017